Der Unterschied zwischen Beratung und Therapie

 

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In der gängigen Meinung und in der Literatur findet sich oftmals berechtigterweise der Hinweis auf eine Verwischung der Grenze zwischen Beratung und Therapie. Umso wichtiger ist es uns für unsere Klientinnen und Klienten bei SysteAm Münster hier deutlich die Grenze aufzuzeigen und bei der Systemischen Arbeit auch konsequent einzuhalten.

Zunächst einmal sprechen wir im Zusammenhang mit Erkrankungen von Therapie. Doch gibt es auch den Bedarf, sich bei bestehender Krankheit Beratung holen zu können sowie ohne Erkrankung Therapie nutzen zu können, was nicht widersprüchlich ist, wenn die Beratende / der Beratende diese Unterscheidung beherrscht.

Weiter gedacht trennen wir für SysteAm Münster Beratung und Therapie konsequent an den Inhalten dessen, was in den Sitzungen geschieht

Wo genau also liegt hier der Unterschied?

In einer Systemischen Beratung bei SysteAm Münster

  • bleiben die Inhalte des Gesprächs im abgeschlossenen Rahmen des jeweiligen Termins und kann die Beratene / der Beratene die Termine einzeln festlegen
  • werden von uns Auftrag und Ziel der Beratung genau im Blick behalten, um für die Kundinnen und Kunden zu gewährleisten, dass in der Beratung die Grenze zur Therapie eingehalten wird
  • wird im Gespräch mehr die Realität des Alltags und nicht die Tiefe der Psyche thematisiert
  • kommt es in der Regel weder zu Aufdeckungen von Geheimnissen noch zu tiefen Betrachtungen des Mehrgenerationenaspektes
  • wird die Beziehung zwischen Berater/in und Klient/in nicht thematisiert
  • werden keine therapeutischen Interventionen gesetzt
  • werden keine „Hausaufgaben“ gegeben, damit die ratsuchende Person die Beratungsstunde als abgeschlossen erfährt

In einer Systemischen Therapie bei SysteAm Münster

  • wird der Weg für verbessernde Veränderungen über mehrere Termine je nach vorheriger Absprache gegangen. Hierdurch wird auch eine Tiefe erreichbar, in der die Klientin / der Klient durch die Sicherheit der Folgetermine geborgen ist
  • werden konkret gewünschte Veränderungen nachgehalten
  • werden z. T. bis weit in die Kindheit zurückliegende Ursachen und gegenwärtige Beziehungsmuster und Lebenspraktiken bearbeitet
  • werden Mehrgenerationenaspekte und Familiengeheimnisse berücksichtigt
  • bleibt die Klientin / der Klient selbst und ihr / sein individuelles Denken, Fühlen und Verhalten im Focus der Gespräche und Interventionen, was insbesondere bei systemischer Therapie ergänzt werden kann durch den Wechsel der Perspektive
  • wird auch die Beziehung zwischen Therapeut/in und Klient/in thematisiert
  • gibt es therapeutische Interventionen in den Sitzungen und u. U. auch „Hausaufgaben“, die zwischen den Terminen bearbeitet werden

Die Realität zeigt, dass ein anfänglicher Bedarf für Beratung durch regelmäßige Termine und die gesteigerte Intensität der Themen / Inhalte sich in Therapie wandeln würde. Deshalb weisen wir unsere Kundinnen und Kunden im Vorfeld genau auf die Unterschiede hin und legen wir großen Wert auf die Transparenz dieses Zusammenhangs.

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