| Familiendiagnostik
Jugendämter und freie Träger der Jugendpflege sind durch die jeweils spezifischen Arbeitsaufträge angewiesen auf qualifizierte Familiendiagnostik. In funktionalen Familien sind die Familienmitglieder ihrem Alter und ihrer Entwicklung entsprechend in der Lage, ihre unterschiedlichen Wahrnehmungen und Bedürfnisse mitzuteilen und gemeinsam einen familiären Konsens zu finden. Die Hierarchiebeziehungen in diesen Familien sind klar definiert und die Mitglieder können sich emotional nahe stehen.
Dysfunktionale Familien neigen zu Beziehungsmustern, die die Entwicklung bzw. die Entfaltung der Autonomie der Familienmitglieder einschränken und entweder als zu eng oder zu locker zu bezeichnen sind. Konsequenzen bestehen oft in ausgeprägten psychosozialen Problemen und Auffälligkeiten. In der Familiendiagnostik werden in erster Linie Informationen gewonnen über
Angewandt werden die standardisierten Testverfahren sowie die Gesprächserhebung als Grundlage der Berichte Familiendiagnostik bei Inpflegenahme und bei AdoptionDie Unterbringung eines Kindes bei Pflegefamilien / Pflegeeltern erfordert sowohl bei einem potentiellen Beginn der Inpflegenahme als auch bei einer Ausdehnung der Inpflegenahme auf ein zweites oder weiteres Kind den diagnostischen Hintergrund, um der implizierten Verantwortung seitens des Jugendamtes für das Kindeswohl Rechnung zu tragen. Dieses gilt ebenso in Adoptionsfragen sowohl für das erste wie auch jedes weitere Kind. Unsere Erfahrung zeigt, dass gerade hier insbesondere eine unabhängige Diagnostik wertvoll, wenn nicht gar notwendig ist, welche eben nicht von Institutionen und Trägern, die bereits mit dem Familiensystem arbeiten, durchgeführt wird.
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